Rauchwarnmelder Eigentümerfragen Header

Eigentümerfragen zu Rauchwarnmeldern

Rauchwarnmelder schützen indirekt auch Ihr Eigentum

Frühzeitige Erkennung von Bränden durch Rauchmelder kann helfen, Brandschäden deutlich zu begrenzen. Dennoch wirft der Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnimmobilien eine Reihe von Fragen auf. Die häufigsten Fragen zu Haftung, Einbau, Überprüfung und Umlagefähigkeit wollen wir Ihnen hier beantworten. Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns einfach über unser Kontaktformular.

In welcher Liegenschaft müssen Rauchwarnmelder installiert werden?

Gilt in einem Bundesland die Rauchwarnmelderpflicht, müssen die Melder in allen Wohngebäuden eingebaut werden – unabhängig davon, ob es Ein- oder Mehrfamilienhäuser sind, ob Eigenheime oder Mietobjekte. Unterschiede machen die Landesbauordnungen zwischen Bestands- und Neubauten: Neubauten müssen in vielen Ländern schon ausgestattet werden, bei Bestandsbauten gibt es teilweise noch eine Übergangsfrist.

In welchen Bundesländern sind Rauchwarnmelder Pflicht und ab wann?

Außer in Sachsen, Brandenburg und Berlin besteht in allen Bundesländern eine Pflicht für Neubauten und Umbauten. Die jeweiligen Fristen für die Nachrüstung von Bestandsgebäuden finden Sie in den Landesbauordnungen. Aktuell sind Melder für Bestandsbauten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz vorgeschrieben. Z.B. in Baden-Württemberg und Hessen laufen die Fristen zur Nachrüstung zum 31.12.2014 aus.

Wie und wann muss ich meine Mieter über die Installation informieren?

Die Mieter sollten frühzeitig in die Planung einbezogen werden, um die Terminfindung für den Einbau zu erleichtern und den koordinatorischen Aufwand gering zu halten. Außerdem gibt es Einbeziehungspflichten und Fristen in Bezug auf die Umlage von Kosten im Zusammenhang mit den Rauchmeldern. Als professioneller Dienstleister kann Techem Ihre Mieter mit detaillierten Informationen und Anleitungen zum Rauchwarnmelder unterstützen. Zusätzlich ist unsere Rauchwarnmelder-Hotline für Fragen zum Thema und bei Störungen der Melder rund um die Uhr erreichbar.

Können Mieter die Installation ablehnen?

Nicht, wenn diese gesetzlich vorgeschrieben ist. Dies bestätigt auch ein Urteil des Bundesgerichtshofes (Az. V ZR 238/11).

Haben Mieter ein Mitspracherecht bei der Installation?

Nein. Die Montage der Rauchmelder ist eine Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit in der Mietsache.

Wer ist für die Überprüfung und Wartung zuständig?

In Rheinland-Pfalz, Hamburg, Saarland, Thüringen und Sachsen-Anhalt ist hierfür nur der Eigentümer verantwortlich.

In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein muss der Eigentümer die Installation übernehmen. Die Überprüfung kann er übernehmen oder sie laut Landesbauordnung den Bewohnern überlassen. Die Wartung (Reparatur, Austausch, usw.) ist dann wieder Pflicht des Eigentümers.

In Nordrhein-Westfalen muss der Eigentümer die Installation übernehmen. Die Überprüfung ist laut Landesbauordnung Aufgabe der Bewohner. Die Wartung (Reparatur, Austausch, usw.) ist dann wieder Pflicht des Eigentümers.

In Mecklenburg-Vorpommern ist der „Besitzer“ des Gerätes für die Installation, Überprüfung und Wartung verantwortlich, wobei unklar ist, wer hiermit gemeint ist. Nicht von der Hand zu weisen ist, dass auch der Eigentümer Besitzer ist, nämlich sogenannter mittelbarer Besitzer.

Techem rät generell davon ab, die Überprüfung dem Mieter der Wohnung zu überlassen. Denn der Eigentümer der Wohnung wäre dann nach wie vor in der Pflicht, zu prüfen, ob der Mieter dieser Pflicht auch tatsächlich nachkommt. Versäumt der Eigentümer diese Kontrolle, ist er im Schadensfall haftbar. Außerdem trifft ihn eine originäre, zivilrechtliche Verkehrssicherungspflicht. Sofern der Eigentümer sich von der Last befreien möchte, die Rauchwarnmelder zu überprüfen und zu warten, sollte er einen Dienstleister wie beispielsweise Techem damit beauftragen. In diesem Fall wird im Rahmen der vereinbarten Aufgaben des Dienstleisters auch die Haftung für versäumte Prüfungen auf den Dienstleister übertragen.

Kann ich die Kosten für die Ausstattung auf meine Mieter umlegen?

Gerätekauf und Erstmontage sind jährlich um bis zu 11% der Kosten über eine Erhöhung der Netto-Kaltmiete umlagefähig. Bei gemieteten Rauchwarnmeldern ist noch nicht eindeutig geklärt, ob die Mietkosten umlagefähig sind. Es gibt aber bereits ein Gerichtsurteil, das dies bejaht.

Kann ich die Kosten für die jährliche Prüfung auf meine Mieter umlegen?

Im Grunde ja, über eine Erhöhung der Nebenkosten. Sofern Sie einen externen Dienstleister, wie beispielsweise Techem mit der Prüfung beauftragen, gelten die Kosten als „sonstige Betriebskosten“ gemäß § 2 Nr. 17 der Betriebskostenverordnung. Die Erhöhung kann nach § 560 BGB erfolgen.

Müssen meine Mieter Prüfungen unterstützen?

Grundsätzlich ja. Sie müssen die Wohnung zur Montage und jährlichen Prüfung sowie ggf. notwendigen Reparaturen oder Austauschen zugänglich machen und dem Vermieter relevante Nutzungsänderungen oder bauliche Änderungen mitteilen.

Können meine Mieter die Prüfung selbst durchführen?

Mit Ausnahme der Landesbauordnung in Nordrhein-Westfalen sieht kein Land eine Prüfung ausschließlich durch den Mieter vor. Angesichts der Haftungsrisiken im Schadensfall ist dies auch nicht zu empfehlen.

Wer haftet, wenn ein Rauchwarnmelder versagt?

Bei Schäden muss der Eigentümer nachweisen können, dass er seine Pflicht zum Einbau und zur Sicherstellung der Funktion erfüllt hat. Kann er das nicht, kann er für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

Will der Eigentümer einen Dritten mit diesen Tätigkeiten beauftragen, ist er verpflichtet, diesen sorgfältig auszusuchen. Um einem sogenannten „Auswahlverschulden“ zu entgehen, ist er deshalb gut beraten, einen professionellen Dienstleister wie beispielsweise Techem zu beauftragen.

Wie kann ich als Eigentümer den Haftungsfall ausschließen?

Um einer Haftung im Schadensfall zu entgehen, müssen Rauchmelder

  • CE-zertifiziert und EN 14604-zugelassen sein 
  • nach Herstellerangaben, ggf. nach DIN 14676 montiert werden
  • jährlich überprüft und gegebenenfalls gewartet werden
  • etwaige Störungen umgehend beseitigt und dokumentiert werden

Sinnvollerweise beauftragt der Eigentümer hiermit einen professionellen Dienstleister. Dann haftet der Dienstleister im Rahmen seiner vertraglich übernommenen Pflichten für die korrekte Erfüllung und Dokumentation dieser Verpflichtungen.

Wer haftet, wenn die Prüfung nicht fristgerecht erfolgt?

Der Eigentümer. Diese Risiken lassen sich jedoch durch Einschalten eines Dienstleisters minimieren. Dann haftet der Eigentümer aber immer noch u.a. dafür, diesem den Zugang zu den Wohnungen zu ermöglichen. Um auch dieses Risiko auszuschließen, eignen sich Funk-Rauchwarnmelder mit Ferninspektionsfunktionen und zugehörigem Service. Die Wohnung muss so zur Prüfung nicht mehr betreten werden.

Rauchwarnmelder Eigentümerfragen Videostart Teaser

Ferninspektion ohne Betreten der Wohnung

So funktioniert der von Techem eingesetzte Funk-Rauchwarnmelder. Bewährte Qualität sowie bequeme Inspektion und Ablesung.


Ihr unverbindliches Angebot bei Techem anfragen

Schreiben Sie uns - oder rufen Sie uns an unter 0800 2 00 55 99

Meine Kontaktdaten

Mit dem Absenden dieses Formulars willige ich darin ein, dass die Techem GmbH, deren Tochtergesellschaften und den von dieser beauftragten Dienstleistern, die von mir oben eingetragenen Daten zum Zweck meines Anliegens verarbeitet. Ich bestätige weiter, dass ich zur Überlassung vorgenannter Kontaktdaten berechtigt bin. Diese Einwilligung erfolgt freiwillig und ist mit Wirkung für die Zukunft jederzeit per E-Mail an service@techem.de oder schriftlich an Techem GmbH, Hauptstr. 89, 65760 Eschborn widerrufbar.

Einzelheiten zum Datenschutz bei der Techem GmbH habe ich dem Datenschutzhinweis entnommen.

Vielen Dank!

Wir haben Ihre Anfrage erhalten. Unser Kundenberater wird sich zeitnah mit Ihnen persönlich in Verbindung setzen.